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Pfingstwettfahrten auf dem Steinhuder Meer: Flaute, Spannung und starke Rennen bei IC und Taifun

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Am Pfingstwochenende fanden auf dem Steinhuder Meer die traditionellen Pfingstwettfahrten der Wettfahrtvereinigung Steinhuder Meer und des Schaumburg-Lippischen Seglervereins statt. Ausgeschrieben waren die Klassen 15er Jollenkreuzer, 20er Jollenkreuzer, O-Jolle, Taifun und International Canoe. Aus Sicht der Kanusegler standen vor allem die Klassen IC und Taifun im Mittelpunkt – und sie machten das Wochenende trotz schwieriger Bedingungen zu einer rundum gelungenen Regatta.

Das Gelände des Landes-Kanu-Verbandes Niedersachsen war an diesem Wochenende vollständig ausgebucht. Die Kanuseglerinnen und Kanusegler der Klassen IC und Taifun hatten ihre Boote, Trailer und Zelte mitgebracht und sorgten für eine lebendige Regattaatmosphäre direkt am Steinhuder Meer. Für viele war es nicht nur eine sportliche Veranstaltung, sondern auch ein Wiedersehen innerhalb einer eng verbundenen Segelgemeinschaft.

Der Sonnabend, 23. Mai, begann allerdings mit einer Geduldsprobe. Der Wind ließ auf sich warten. Mehrfach wurden die Starts verschoben, immer wieder richteten sich die Blicke auf das Wasser und in den Himmel. Doch trotz aller Hoffnung blieb das Steinhuder Meer nahezu spiegelglatt. Die wiederholten Startverschiebungen zerrten an den Nerven der Aktiven, bis schließlich die Entscheidung fiel: Für Sonnabend konnten keine Wettfahrten gestartet werden.

Am Samstag wurde zwar nicht gesegelt, aber umso mehr gab es zu feiern. Nach der Absage der Wettfahrten rückte der gesellige Teil des Wochenendes in den Vordergrund. Maja feierte ihren 18. Geburtstag, Marc seinen 50. Geburtstag, Niclas und Christin ihre Verlobung, Claudius seinen Geburtstag und auch die Neuanschaffung meines neuen Taifun GER 346 wurde gebührend gefeiert. Ein ganz großer Dank gilt an dieser Stelle Roger, der sich an diesem Abend als Grillmeister aller Klassen bewährte und wesentlich dazu beitrug, dass aus einem windarmen Regattatag ein besonderer gemeinsamer Abend wurde. Genau solche Momente zeigen, was den Kanusegelsport neben dem Wettkampf ausmacht: Gemeinschaft, Freundschaft und die gemeinsame Freude an den Booten.

Am Sonntag zeigte sich das Steinhuder Meer dann endlich von seiner sportlichen Seite. Nach der Flaute des Vortages war die Spannung im Feld deutlich zu spüren: Jetzt musste geliefert werden. Die Starts hatten Gewicht, jede Kreuz zählte, jede Böe konnte Plätze verschieben. Nach dem langen Warten am Samstag entwickelte sich auf dem Wasser ein konzentrierter, intensiver Regattatag, bei dem sich niemand etwas schenkte.

In der IC-Klasse setzte Axel Bierwagen mit GER 89 früh ein Ausrufezeichen. Mit zwei ersten Plätzen legte er den Grundstein für seinen Gesamtsieg und zeigte über die Serie hinweg die konstanteste Leistung. Doch dahinter blieb es spannend: Arne Stahl mit GER 84 konnte mit einem Laufsieg ebenfalls deutlich machen, dass er um den Sieg mitsegeln wollte. Am Ende reichte es für ihn mit 8 Punkten zu Platz zwei. Roger Regitz mit GER 82 hielt sich mit starken Einzelergebnissen im Spitzenfeld und sicherte sich mit 10 Punkten Rang drei. Manuel Radek folgte knapp dahinter auf Platz vier, vor Peter Ullmann, Tjorben Beeneken und Klaus Röpke. Gerade diese enge Folge der Platzierungen zeigte, wie anspruchsvoll die International Canoes zu segeln sind: Geschwindigkeit allein reicht nicht aus – Balance, Bootshandling und taktische Präzision entscheiden in jedem Lauf.

Auch bei den Taifunen entwickelte sich eine ausgesprochen interessante Serie. Niklas Steimann mit GER 380 segelte konstant vorne mit, platzierte sich zweimal auf Rang zwei und gewann den letzten Lauf. Damit setzte er sich am Ende mit 5 Punkten klar an die Spitze der Gesamtwertung. Dahinter ging es deutlich enger zu. Christopher Jung mit GER 333 zeigte nach einem schwierigen ersten Lauf starke Nerven, gewann den zweiten Lauf und segelte sich damit noch auf Rang zwei vor. Marc Engelken mit GER 404 blieb über die gesamte Serie stabil im Vorderfeld und kam punktgleich mit Christopher Jung auf 11 Punkte. Die bessere Einzelplatzierung entschied schließlich zugunsten von Jung, während Engelken Rang drei belegte.

Auch dahinter blieb das Feld eng beieinander. Andreas Steimann mit GER 403 segelte sich mit einem zweiten Platz im letzten Lauf noch dicht an das Podium heran und wurde Vierter. Claudius Junge mit GER 401 eröffnete die Serie sogar mit einem Laufsieg, musste danach jedoch Plätze abgeben und landete am Ende auf Rang fünf. Johannes Meyer, Torben Kossel, Wolfgang Neef und Helena Ullmann komplettierten das Feld. Gerade die Taifun-Wertung zeigte, wie viel Bewegung in einer kurzen Serie stecken kann: Ein starker Lauf konnte sofort nach vorne bringen, ein Ausrutscher aber ebenso schnell Plätze kosten.

Für mich persönlich war es ein Wochenende mit gemischten Gefühlen. Gerne wäre ich mit meinem neuen Taifun GER 346 selbst an den Start gegangen. Parallel fand in Hannover jedoch traditionell an Pfingsten das Drachenbootfestival statt, sodass eine eigene Teilnahme in diesem Jahr nicht möglich war. Umso schöner war es zu sehen, wie stark die Taifun- und IC-Felder auf dem Steinhuder Meer vertreten waren und wie engagiert die Kanuseglerinnen und Kanusegler dieses Wochenende getragen haben.

Die Pfingstwettfahrten haben damit erneut gezeigt, welchen festen Platz das Steinhuder Meer im Regattakalender hat. Auch wenn der Sonnabend sportlich von der Flaute geprägt war, machten die Wettfahrten am Sonntag, die volle Anlage des LKVN und die starke Gemeinschaft der Kanusegler das Wochenende zu einem besonderen Ereignis.
Ein Dank gilt der Wettfahrtvereinigung Steinhuder Meer, dem Schaumburg-Lippischen Seglerverein, der Wettfahrtleitung, allen Helferinnen und Helfern sowie allen Aktiven, die dieses Pfingstwochenende auf und neben dem Wasser geprägt haben.

Bericht von Christian Wulf

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Veröffentlicht am: 2026-05-31 20:00:00 von Christian Wulf

Drei neue ICs auf dem Weg - vom Entwurf zur Wasserlinie

Manchmal beginnt ein großes Projekt mit einem einzigen Moment.

Für uns war es der Euro Cup 2025 in Brixham. Dort fiel die Entscheidung:
Wir bauen neue Boote. Eigene Boote. Schnell, leicht und kompromisslos.

Auslöser war unter anderem ein schicker Neubau eines britischen Seglers. Die Idee war schnell klar: Wir wollen nicht nur mithalten, sondern einen eigenen Entwicklungsschritt gehen. Das Ziel ist gesetzt – die Weltmeisterschaft im Februar 2027.
Aber vorher sollen die Boote bereits bei der Deutschen Meisterschaft und dem Euro Cup 2026 zeigen, was in ihnen steckt.

Vom Gedanken zur Form
Seit dem Herbst arbeiten wir – im Kernteam Freddy und Emma – an einem komplett neuen Rumpfdesign. Drei Boote entstehen parallel, voraussichtlich mit den Segelnummern GER 100, GER 101 und GER 102.

Der Ansatz: am Limit des entwicklungsspielraums und konsequent ausgereizt.
Ein schmalerer Rumpf, der bewusst an die Klassenlimits herangeführt wird.
Klarer Fokus auf Gewicht und Linienführung.
Entwicklung vollständig innerhalb des Regelwerks.
Als Inspiration dienten unter anderem moderne internationale Designs wie das Maas 5 aus den USA. Ergänzt wurde das Ganze durch den Austausch mit einem Bootsbauer aus Australien.
Am Ende ist daraus aber kein Nachbau geworden, sondern ein deutlich weiterentwickeltes, eigenes Design.

Bootsbau zwischen Alltag und Leidenschaft
Gebaut wird dort, wo viele gute Projekte entstehen: in der Garage.
Neben Vollzeitjob und unterschiedlichen Wohnorten treffen wir uns jede freie Minute in der Werkstatt. Auch bei Minusgraden wurde laminiert, geschliffen und gebaut. Der Anspruch dabei: so viel wie möglich selbst machen, nicht nur aus Kostengründen, sondern auch, um die Boote wirklich zu verstehen.
Freddy bringt bereits Erfahrung aus einem früheren Bootsprojekt mit. Für Emma ist es der erste komplette IC-Neubau, trotz vorhandener Bauerfahrung ein riesiger Schritt.
Und wie bei so vielen Projekten gilt:
Es dauert länger als gedacht.

Der aktuelle Stand
Nach rund 6,5 Monaten Arbeit, viel Zeit, Energie und Herzblut sind die Fortschritte inzwischen deutlich sichtbar:
- Die Rümpfe sind klar als IC erkennbar
- Die Masten sind angekommen
- Die Maße gehen in Kürze an den Segelmacher
- Emmas Boot steht kurz vor der „Hochzeit“, dem Zusammenfügen von Deck und Rumpf
- Freddys Boot ist nur ein bis zwei Arbeitsschritte dahinter
Wenn alles nach Plan läuft, sollen die ersten beiden Boote (GER 100 und GER 101) im Mai/Juni ins Wasser gehen.
Das dritte Boot entsteht von Simon mit etwas weniger Zeitdruck.

Mehr als nur ein Projekt
Was als Idee begann, ist längst mehr geworden.
Dieses Projekt ist für uns kein Nebenbei mehr – es ist eine echte Herzensaufgabe.
Wir stecken alles hinein, was wir haben: Zeit, Energie, Wissen und Leidenschaft.
Denn am Ende geht es nicht nur darum, neue Boote zu bauen.
Es sind unsere eigenen Boote.

Und wie geht es weiter?
Sobald die ersten beiden Boote aufs Wasser gehen, werden wir natürlich weiter berichten.
Wer den Bauprozess schon jetzt verfolgen möchte, findet eine kleine Projektdokumentation mit vielen Eindrücken auf Instagram unter: epic.boatbuilding

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Veröffentlicht am: 2026-04-19 12:30:00

Herbstwettfahrten 2025 des Segler-Verein Wakenitz e.V. und Landesmeisterschaft Schleswig-Holstein im Kanusegeln

Ein durchweg gelungenes Wochenende mit einer tollen Regatta

Am Wochenende des 30. und 31. August 2025 richtete der Segler-Verein Wakenitz e.V. seine traditionellen Herbstwettfahrten aus. Auf dem Ratzeburger See kamen drei Klassen zusammen: die 12-Fuß-Dinghys, die International Canoes (IC) und die Taifun-Klasse.

Die Seglerinnen und Segler der drei Klassen fanden nahezu perfekte Bedingungen vor: Sonnenschein von morgens bis abends, 8 bis 15 Knoten Wind, drehend und anspruchsvoll, forderten taktisches Geschick und schnelle Reaktionen. Am Samstag wurden drei Wettfahrten gestartet, am Sonntag folgten zwei weitere Rennen.

Neben dem sportlichen Teil kam auch das Vereinsleben nicht zu kurz. Der Segler-Verein Wakenitz hatte für ein ausgiebiges Frühstück am Sonntag gesorgt, und am Samstagabend trafen sich aktive Segler, Helfer und Vereinsmitglieder zu einem langen Grillabend.

Das eingespielte Regattateam sorgte für reibungslose Abläufe auf dem Wasser und an Land. Die gesamte Veranstaltung war geprägt von guter Stimmung und einem offenen Miteinander. Nicht wenige fühlten sich auf dem Vereinsgelände mit seiner grünen Umgebung und den kleinen Wegen fast wie im Auenland – eine ganz besondere Atmosphäre, die diese Regatta immer wieder auszeichnet.

IC-Kanu

Die International Canoes boten spannenden Segelsport auf höchstem Niveau. Frederik Steimann (SSC) dominierte mit drei Siegen in fünf Wettfahrten und setzte damit ein klares Ausrufezeichen. Dahinter lieferten sich Emma Grigull (SCPR) und Niklas Steimann (DBYC) ein enges Duell, das Emma dank eines ersten Platzes und mit nur zwei Punkten Vorsprung für sich entscheiden konnte.

Ergebnisse IC-Kanu:

1. Frederik Steimann (SSC)
2. Emma Grigull (SCPR)
3. Niklas Steimann (DBYC)

Taifun

Auch in der Taifun-Klasse wurde hochklassig gesegelt. Andreas Steimann (SSC) dominierte mit vier Siegen und ließ der Konkurrenz keine Chance. Torben Kossel (NFBS-W) überzeugte mit taktisch kluger Fahrweise und belegte Rang zwei. Christian Wulf (DKV FK) musste einige Ausfälle verkraften, zeigte aber kämpferischen Einsatz bei seiner dritten Einhandregatta.

Ergebnisse Taifun:

1. Andreas Steimann (SSC)
2. Torben Kossel (NFBS-W)
3. Christian Wulf (DKV FK)

12-Fuß-Dinghy

Die Dinghy-Segler segelten nur vier Wettfahrten und zeigten enge Positionskämpfe. Jochen Brecht (HSC) und Torsten Keller (MSC) wechselten sich mit den Wettfahrtsiegen ab. Punktgleich, aber mit dem Sieg im letzten Rennen, gewann Jochen schließlich die Regatta. Andreas Fuhrhop (LYC) sicherte sich mit drei dritten Plätzen den Bronzeplatz.

Ergebnisse Dinghy:

1. Jochen Brecht (HSC)
2. Torsten Keller (MSC)
3. Andreas Fuhrhop (LYC)

Die Herbstwettfahrten 2025 waren eine gelungene Mischung aus sportlichem Wettkampf, hervorragender Organisation und geselligem Miteinander. Kaiserwetter, bestes Segeln, ein starkes Regattateam und das besondere Flair des Vereinsgeländes machten das Wochenende für alle Teilnehmenden zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Eine stärkere Beteiligung der IC- und Taifun-Segler wäre im kommenden Jahr wünschenswert – die Regatta, das Revier und das Team sind hervorragend, es lohnt sich.

Bericht: Christian Wulf / Fotos: Florian Mösch

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Veröffentlicht am: 2025-09-02 00:00:00 von Christian Wulf

Euro Cup 2025 der International Canoe – Deutsche Kanusegler mischen an der Spitze mit

Vom 21.–25. Juni 2025 fand in Brixham, Großbritannien der Euro Cup 2025 statt. Mit dabei ein vielköpfiges Kanu-Segler-Team aus Deutschand

In der letzten Juniwoche versammelte sich die Internationale Canoe (IC) Klasse zum Euro Cup 2025 an der Südküste Englands. Gastgeber war der Brixham Yacht Club – gelegen auf einem kleinen Gelände direkt am Hafen, eingerahmt von Fischkuttern, Werftbetrieb und Möwengeschrei.
19 Segler gingen an den Start: 15 aus Großbritannien, vier aus Deutschland. Mit zwei Trailern und langer Anreise aus Flensburg, Hannover und Bad Segeberg rückte das deutsche Team an – sportlich gut aufgestellt und mit jeder Menge Begeisterung im Gepäck.
Die Boote standen direkt am Club, genächtigt wurde auf einem Zeltplatz oberhalb des Hafens. Die Bedingungen auf dem Wasser zeigten sich abwechslungsreich – von Starkwind bis hin zu kompletter Flaute war alles dabei.

Montag – Auftakt mit klarer Präsenz
Zum Regattastart am Montag zeigte sich Brixham von seiner besten Seite: Sonne, 3–4 Bft, drehende Winde – perfekte Bedingungen für zwei knackige Rennen auf dem klassischen Dreieckskurs.
Freddy Steimann segelte sich direkt in den vorderen Bereich und beendete das zweite Rennen auf einem starken 4. Platz – ein erstes Ausrufezeichen. Emma Grigull gelang mit einem 5. Platz ebenfalls ein starker Einstieg und Simon Beers hielt sich im Mittelfeld. Schon früh wurde klar: Die Deutschen segeln vorn mit.

Dienstag – Wind, Welle und das Long Distance Race
Nach einer kurzen Morgenbesprechung ging es zunächst in ein reguläres Rennen, anschließend folgte das Long Distance Race mit 12 Seemeilen, das einmal quer durch die Bucht führte. Mit nordwestlichem Wind und stetiger Dünung war der Tag eine echte Herausforderung – taktisch und körperlich.
Freddy fuhr erneut in die Topgruppe und konnte beim Long Distance Race einen weiteren vierten Platz einfahren, dicht gefolgt von Simon auf dem sechsten Platz. Simon glänzte auch im ersten Rennen, in dem er sein Boot mit dem T-Foil zum Laufen brachte und einen 5 Platz erzeilte. Während Emma die erste Wettfahrt noch im Mittelfeld beenden konnte, sammelte sie beim Long Distance Race ihren ersten Streicher mit einem 14. Platz und hatte mit dem starken Wind, der bis zu 32 kn auffrischte, und den Wellen zu kämpfen.

Mittwoch – Flaute und Klassenleben
Am dritten Regattatag ließ der Wind auf sich warten. Die Boote blieben an Land, Segler standen am Ufer, prüften Riggspannungen – oder tranken Tee. Gegen Mittag wurde endgültig abgesagt.
Trotzdem wurde der Tag genutzt: Die britische IC-Klassenvereinigung lud zur Jahressitzung – bei der das deutsche Team eingeladen war, über die Planung für die Saison 2026 zu berichten und sich über die Teilnahme der anstehende WM 2027 in Australien beraten wurde. Am Abend folgte ein gemeinsames Club-Dinner: Drei Gänge, lange Tafel, viele Gespräche – über Boote, Segel und Erfahrungen. Ein wertvoller Tag – auch ohne Wettfahrten.

Donnerstag – Taktisches Segeln bei wenig Wind
Der Start wurde wegen der Windprognose auf 10 Uhr vorverlegt. Das fünfte Rennen musste nach dem ersten Dreieck abgekürzt werden – Windlöcher machten das Feld nervös. Im sechsten Rennen frischte es leicht auf, zwei Runden konnten gefahren werden.
Freddy fuhr seine Wochen-Bestleitung im Ersten Rennen mit einem großartigen zweiten Platz. Auch Emma zeigte erneut ihr Gespür für taktische Situationen bei Leichtwind. Mit einem 5. Platz gehörte auch sie zur Spitze. Simon blieb in Schlagdistanz. Milena fuhr ihre ersten Wettfahrten auf dem Internationalen Wettkampf und kam als vorletzte trotzdem mit einem breiten Lächeln vom Wasser – eine schöne Leistung.

Freitag – Finale mit Rückenwind
Am letzten Tag zeigte sich die Bucht noch einmal von ihrer sportlichen Seite: auffrischender Wind, gutes Regattawetter. In beiden abschließenden Rennen wurde offensiv gesegelt – um jeden Platz wurde gekämpft.
Freddy konnte sich zwar nicht ganz in den Top 5 halten, blieb aber konstant und wurde schließlich bester Deutscher auf Gesamtrang 7. Simon fuhr noch einen beachtlichen fünften Platz ein und beendete die Meisterschaft auf dem 8. Platz, gefolgt von Emma auf Platz 9.

Gratulation ans Podium
Sam Barker aus Castle Cove dominierte die Serie souverän und sicherte sich den Gesamtsieg mit beeindruckender Konstanz, Geschwindigkeit und seinem neuen Boot. Sein Vereinskollege Mike Fenwick folgte auf Rang zwei, während Alastair Warren aus Aldeburgh sich mit einer starken Abschlussleistung den dritten Platz sicherte. Das deutsche Team gratuliert zu dieser tollen Leistung!

Gesamtergebnisse der deutschen Boote
Platz 7. Frederik Steimann GER 86 -> Schnell und konstant immer vorne mit dabei
Platz 8. Simon Beers GER 83 -> Solide Platzierungen, stark vor allem bei viel Wind
Platz 9. Emma Grigull GER 90 -> Immer wieder vorne mit dabei, punktet bei Leichtwind
Platz 19. Milena Lützen GER 97 -> Erste internationale Regatta, Newcomer mit Potenzial

Flottenerweiterung
Zum Abschluss der Woche wurde nicht nur Bilanz gezogen – sondern auch eingepackt. Ein gebrauchter IC wurde direkt vor Ort an einen deutschen Newcomer vom Steinhuder Meer vermittelt, der dem fachlichen Rat seiner Teamkollegen vertraute und das Boot kaufte. Die Flotte wächst – ganz praktisch und ganz greifbar.

Ein gelungener Auftritt
Der Euro Cup 2025 in Brixham zeigte, dass das deutsche IC-Team nicht nur mithalten kann – sondern in der Lage ist, vorne mitzufahren. Mit drei Booten regelmäßig in der Spitzengruppe und einer geschlossenen, kameradschaftlichen Präsenz war der Auftritt auf ganzer Linie gelungen.

Bericht und Fotos Emma Grigull

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Veröffentlicht am: 2025-07-31 00:00:00

Woodstock 2.0 Regatta – Segelsport und Musik am Segeberger See

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Am 05. und 06. Juli 2025 fand auf dem Segeberger See die Woodstock 2.0 Regatta statt. Gastgeber war der Segeberger Segel-Club in Bad Segeberg (Schleswig-Holstein). Gesegelt wurde in den Klassen Conger, Laser Master, OK, Pirat, Taifun und O-Jolle. Mit über 100 Booten war die Regatta restlos ausgebucht und sorgte für ein beeindruckendes Regattabild auf dem See.

Sportlich bot das Wochenende spannende Wettfahrten und faire Bedingungen. Mindestens ebenso prägend war jedoch die besondere Atmosphäre an Land. Die Veranstaltung knüpfte an eine Erfolgsgeschichte an: Bereits vor zwei Jahren, zum 75-jährigen Jubiläum des Segeberger Segel-Clubs, hatte der Verein das erste Konzert der Europatournee von Frank Schönfeldt und den Schwimmwesten nach Segeberg geholt.

Zwei Jahre später kam es zur Neuauflage. Anlässlich seines 70. Geburtstags setzte Frank Schönfeldt seine Europatournee fort und machte mit dem zweiten Konzert der Tour erneut in Bad Segeberg Station – verbunden mit einer Regatta der ihm nahestehenden Bootsklassen.

Der Samstagabend wurde zum Höhepunkt des Wochenendes: Auf einer Seebühne am Segeberger See feierte Frank Schönfeldt gemeinsam mit den Seglerinnen und Seglern seinen Geburtstag. Bei ausgelassener Stimmung, gemeinsam gesungenen Liedern und bunt beleuchteten Booten auf dem Wasser entstand eine einzigartige Kulisse, die Segelsport und Musik auf besondere Weise verband.

Die Woodstock 2.0 Regatta war damit nicht nur sportlich ein voller Erfolg, sondern auch ein eindrucksvolles Gemeinschaftserlebnis – ein Wochenende, das Teilnehmenden und Gästen noch lange in Erinnerung bleiben wird.

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Veröffentlicht am: 2025-07-07 00:00:00